Arlbergbahn
Die in den Jahren 1880 bis 1884 erbaute Arlbergbahn feiert 2009 ihr 125jähriges
Bestandsjubiläum. Ihre Erbauung war nicht nur eine technische Meisterleistung, sie ist
auch in wirtschafts- und sozialhistorischer Hinsicht von größter Bedeutung. Die
naturräumlichen Verhältnisse im Klostertal und im Stanzertal zwangen die Planer zur
Errichtung zahlreicher Brücken und Viadukte, die heute bauhistorische Denkmäler erster
Güte darstellen. Die noch in originalem Zustand erhaltenen Bahnhöfe, heute weitgehend
stillgelegt, sind ebenfalls Zeugnisse der Baukultur. Durch den Bahnbau wurden
Migrationen ausgelöst, die das soziale Gefüge der Regionen entscheidend verändert
haben.
Auch die Entstehung des modernen Winterfremdenverkehrs geht nicht zuletzt auf die
neu entstandene Eisenbahn zurück. Vom Kampf gegen Naturgewalten zeugen
Verbauungsmaßnahmen entlang der gesamten Strecke. Die nördliche Talseite des
Klostertal stellt insgesamt beinahe ein Freilichtmuseum der Lawinenverbauung dar.
Ziele
Das Projekt bezweckt, die umfangreichen Facetten der Arlbergbahn und ihrer
Geschichte im Klostertal umfassend zu dokumentieren und zu präsentieren.
Eine Inwertnahme dieses hohen kulturellen Potentials für die Region soll damit erreicht
werden. Die Präsentation erfolgt in Form von Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.
Gleichzeitig wird angestrebt, Maßnahmen für eine zukünftige Nutzung dieses Potentials
zu eruieren.
Projektträger
Projektträger ist der Museumsverein Klostertal, der auch für die Finanzierung
verantwortlich zeichnet. Angesichts der großen Bedeutung dieses Themas für das Tal
und des hohen Potentials wurde im Vorstand ein Beschluss gefasst, dass die Arbeiten
des Geschäftsführers für dieses Projekt im Rahmen der Tätigkeit für die Regio Klostertal
abgewickelt werden können.